kamin.net Über mich - Viereckige Autos  
     
     
 
VW 181 (Kübel- oder Kurierwagen)
     
 
Der VW Typ 181 wurde ursprünglich für die Bundeswehr entwickelt, um einen Nachfolger für des DKW-Munga zu finden, da dessen Produktion 1968 auslief. Der VW 181 wurde ausgestattet mit dem bewährten Boxermotor aus dem Käfer bzw. Bus. Sicher hat bei der damaligen Entwicklung Funktionalität Vorrang vor der Behaglichkeit eines luxuriösen Innenraums gehabt, aber dafür verkraftet der Kübel auch im offenen Zustand ein paar Regentropfen, ohne dass gleich die Sitzpolster ruiniert sind. Mit seiner robusten, kantigen Karosse, sowie den vier herausnehmbaren Halbtüren und der umklappbaren Frontscheibe bietet er heute jede Menge Fahrspaß. Die offizielle Verkaufsbezeichnung 'Kurierwagen' sollte die namentliche Verwandtschaft zum 'Kübel' der Wehrmacht vermieden werden.
 
Frühjahr 2003 - Mein Kübel offen    Sommer 2005 - Mein Kübel mit geschlossenem Verdeck
     
 
Bereits während meines Studiums in Gießen habe ich mir in den Kopf gesetzt, nach Studienabschluss einen solchen Wagen anzuschaffen. Warum weiss ich eigentlich nicht mehr. Es ist weniger die Begeisterung am Militarismus. Vielmehr ist es die spartanische und funktionale Ausgestaltung eines solchen Fahrzeuges, die alte Technik und natürlich ein Hauch von Individualismusstreben, denn so viele von diesen Autos fahren nun nicht herum :-) Ende 2000 habe ich dann die Gelegenheit gehabt, mir ein entsprechendes Restaurationsobjekt zuzulegen. Dessen Geschichte und den heutigen Einsatz habe ich auf meiner VW-Kübel-Seite dokumentiert. Nun endlich darf ich mich auch seit April 2008 mich als stolzer Besitzer eines Oldtimers bezeichnen. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde meine kleine Blechkiste endlich 30 und hat das begehrte H-Kennzeichen bekommen.
 
Herbst 2003 - Ausfahrt in Loenen     
     
 
Weitere Infos zum Fahrzeug und die drumherum existierende Szene gibt es auf der Homepage des VW Kübel-Klub Deutschland. Auch widmet sich ein Artikel von Wikipedia diesem Thema. Mehr zur Kübel-Szene (Treffen, Veranstaltungen usw.) ist unter kuebeltreffen.de zu finden.
   
     
 
VW 183 (Iltis)
     
 
Der VW Iltis wurde von der VW Tochter Audi entwickelt, um den VW Kübel bei der Bundeswehr abzulösen und den Fuhrpark dort um einen 'richtigen' Geländewagen zu erweitern. Ausgangspunkt bei der Entwicklung war der DKW-Munga, weswegen sich diese beiden Autos auch so ählich sehen. Anforderung war es unter anderem, möglichst viele Standard-Teile zu verbauen, um im Fall der Fälle die Reparatur- und Wartung zu vereinfachen. Produziert wurde von 1979 bis 1988 in Deutschland, in den letzten zwei Jahren gab es eine Variante mit Turbo-Diesel-Motor. Nach Einstellung der Produktion bei Volkswagen wurde die Fertigungsstraße an die kanadische Firma Bombardier verkauft, die den Iltis in minimal modifizierter Form nicht nur für die kanadischen Streitkräfte herstellte. Die belgische Armee bezog ebenfalls den Iltis von Bombardier, jedoch wurden die belgischen Fahrzeuge mit kanadischen Teilen in Belgien montiert und sind dem deutschen Ur-Iltis in vielen Punkten ähnlicher als der Kanadische.
 
Herbst 2005 - Mein Iltis offen    Herbst 2004 - Mein Iltis mit geschlossenem Verdeck
     
 
Nachdem mein Kübel fertig restauriert war habe ich begonnen, einige Kübeltreffen zu besuchen. Dort habe ich erleben dürfen, wieviel Spaß es macht, mit einem alten Fahrzeug durchs (Offroad-) Gelände zu fahren. Nach und nach keimte der Wunsch auf, einen richtigen Geländewagen haben zu wollen, da ich mit meinem aufwändig restaurierten Kübel keine Offroad-Ritte machen wollte. Aus meinen Bundeswehrzeiten war mir der Iltis ja noch bekannt. Dennoch schaute ich mich erst um und spielte mit dem Gedanken, mir einen Munga zuzulegen. Als ich aber vom hohen Schraubaufwand hörte und mitbekam, dass pünktlich zur Endphase meiner Doktorarbeit bei der VEBEG Tubo-Diesel-Iltisse zur Versteigerung anstehen, ließ das Kalkül in mir wachsen, mit solch einem spritsparenden ;-) Frettchen auch mein Alltagsfahrgeschäft zu bestreiten. Ich habe dann fleißig mitgeboten und im Sommer 2004 den Zuschlag bekommen. Im Gegensatz zum Kübel war der Iltis in einem sehr guten Zustand. Also brauchte der nicht restauriert werden. Einmal durchchecken und ab zum TÜV, somit stand der Zulassung kurz danach auch nichts mehr im Wege. Wenn ich Zeit und Muße habe, werde ich meine Iltis-Seite mit Bildern und etwas mehr Infos weiterbauen.
 
Herbst 2005 - Posing vorm Iltis an einem Steinbruch bei Hannover     
     
 
Weitere technische Infos zum Fahrzeug gibt es unter anderem hier. Wie beim Kübel, widmet sich ebenfalls Wikipedia mit einem Artikel um allradgetriebe Frettchen.